Kunming, die Hauptstadt der Provinz Yunnan, befindet sich in der Mitte der Provinz und liegt 1500 bis 2800 m über dem Meeresspiegel. Hier herrscht das ganze Jahr über ein Klima wie im Frühling, deshalb bezeichnet man Kunming als die “Stadt des ewigen Frühlings”.
Kunming mit zahlreichen schönen Bergen und Sehenswürdigkeiten ist eine bekannte touristische und zudem eine historische Kulturstadt.In Kunming leben 26 verschiedene Nationalitäten in Eintracht zusammen, weshalb hier ein stark ausgeprägtes und vielfältiges Brauchtum besteht. Kamelien-Blume ist das Wahrzeichen Kunmings.
In Kunming gibt es viele Sehenswürdigkeiten wie z. B.: Waldpark Xishan, Dianchi-See, Daguan-Park, Nationalitätendörfer Yunnan, Qiongzhu-Kloster, Cuihu-See, Jindian (Goldener Tempel), Yuantong-Kloster, Steinwald, Jiuxiang und alte Alu-Höhle.
Touristische Höhepunkte
Der Goldene Tempel Der Taoistische Goldene Tempel (Jin Dian) befindet sich 11km nordöstlich von Kunming auf dem Berg des Singenden Phönix und ist in ganz China aufgrund seiner ungewöhnlichen Bauart bekannt. Zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten gehören der Taihe-Palast (Palast der Höchsten Harmonie), der Goldene Tempel, der Glockenturm, das Palastmuseum und ein botanischer Garten. Er hat seinen Ursprung in der späten Ming-Dynastie (1604). Das heutige Gebäude stammt aus der Qing-Dynastie und ist aus Kupfer, und nicht wie ursprünglich aus Gold. Der Tempelist 6.7 m hoch und 7.8 m breit und besteht aus 250 Tonnen Kupfer. Oben auf dem Hügel steht ein Aussichtsturm, von wo aus man eine schöne Aussicht auf die Stadt Kunming genießt. In diesem Turm hängt auch eine alte Glocke aus Bronze aus dem 15. Jahrhundert. Die Glocke hing früher am Südtor der Stadt.
Der Steinwald
Der Steinwald liegt im Osten von Kunming und wartet mit einer weltweit einzigartigen Landschaft auf. Er besteht aus Karstformationen, die zwischen zwei und 30 Mio. Jahren alt sind. Auf einer Fläche von 400 qkm sind Felsspitzen, Säulen, Stalagmiten, Kessel, unterirdische Flüsse und Höhlen zu bestaunen. Die unwirklich erscheinenden Steinnadeln, die unvermittelt aus dem Boden ragen, gleichen einem riesigen, dichten Wald und sind in China als „erstes Weltwunder“ bekannt. Es besteht auch die Möglichkeit, den Steinwald von oben herab aus einem Helikopter zu besichtigen. Jedes Jahr versammeln sich die örtlichen ethnischen Minderheiten am 24. Tag des sechsten Mondmonats beim Steinwald, um das „Fackelfest“ zu feiern. Während des Tages finden Ring- und Stierkämpfe statt, und am Abend wird um die Feuer getanzt. Chinesische und ausländische Besucher gesellen sich hinzu und begehen die Feierlichkeiten gemeinsam mit ihnen.
Daguan-Park
Der Daguan-Park befindet sich westlich des Stadtzentrums und bietet verschiedene Attraktionen, z. B. Jinhuapu, den Aussichtsturm, den Louwai-Turm, das Blumengewächshaus und den Zypressengarten. Hier gibt es dichte Haine, Steingärten, Pavillons, Türme, Brücken und Bäche. Der Park diente in der Ming-Zeit als Blumengarten der Familie Mu und wurde danach im Jahr 1690 vom Provinzgouverneur namens Wang Jiwen umgebaut. Der Name des Parks leitet sich von dem darin errichteten Daguan-Park ab. Der Daguan-Park wurde 1883 fertig gebaut und ist heute das Hauptbesichtigungsziel des Parks geworden. An der Vorderwand hängt ein sehr beeindruckendes Spruchband mit dem Namen des Turms.
Blumen- und Vogelmarkt Auf diesem Markt, an der Yongdao-Straße gelegen, wurden früher Blumen, Vögel, Insekten und Goldfische zum Verkauf angeboten. Der Ort entwickelte sich zur Touristenattraktion und ist heute gleichzeitig Sehenswürdigkeit und Einkaufszentrum. Nun findet man dort auch Schmuck, Handwerk, Antiquitäten und Münzen.
Gartenanlage der Expo ’99 Kunming
Am 1. Mai 1999 eröffnete die chinesische Regierung in Kunming die Expo ’99 mit dem Thema „Mensch und Natur auf dem Weg ins 21. Jahrhundert“, die 184 Tage dauern und am 31. Oktober zu Ende gehen wird. Zur Zeit sind alle Gärten und Hallen als Reiseziele für alle Touristen geöffnet.
Das Areal der Expo ’99 Kunming mit einer Fläche von 218 ha befindet sich im Jindian-Landschaftsgebiet, welches vier km weit von der Stadtmitte entfernt gelegen ist. Zusammen mit den umliegenden Bergen, Bäumen und Wasser bildet das Ausstellungsgelände ein harmonisches Ganzes.
Das Ausstellungsgelände besteht aus fünf Hallen wie der China-Halle, der Halle „Mensch und Natur“, einem großen Treibhaus, der wissenschaftlich-technischen Halle und der internationalen Halle und sechs Sondergärten wie einem Bambus-, einem Tee-, einem Bonsai-, einem Kräuter-, einem Baum- sowie einem Gemüse- und Obstgarten. Außerdem gibt es drei Ausstellungszonen im Freien, eine chinesische, eine internationale und eine für Unternehmen.
Waldpark Xishan (Die Westlichen Berge) Das Waldgebiet am westlichen Ufer des Dianchi-Sees besteht aus dem Huating-, dem Taihua- und dem Luohan- Berg, die sich insgesamt über 40 km in einer durchschnittlichen Höhe von 2.500 m erstrecken. Dieses riesige Gebiet, das von vielen kleinen und großen Gewässern durchgeströhmt wird, beherbergt außerdem einen alten Baumbestand mit vielen Vögeln, die fröhlich zwitschernd von Wipfel zu Wipfel flattern.
Das Drachentor
In den Westlichen Bergen ist das Drachentor die Hauptattraktion. Es wurde in der Qing-Dynastie direkt aus den steilen Klippen gehauen. Man kommt aus dem Staunen nicht heraus angesichts solch wunderbarer Arbeit an einer so riskanten Stelle.
Nationalitätendörfer in Yunnan
Die am Ufer des 8 km von der Stadt Kunming entfernten Dianchi-Sees gelegenen Nationalitätendörfer nehmen eine Gesamtfläche von 90 ha ein. In ihrer Nähe ist eine Seilbahn über den Dianchi-See bis zum Waldpark Xishan in Betrieb genommen worden. Planmäßig werden hier Dörfer bzw. Bauernhöfe von 26 Nationalitäten im Maßstab 1:1 gebaut. Zur Zeit ist der Bau der Dörfer der Dai-, der Bai-, der Yi-, der Naxi-, der Jinuo-, der Lahu-, der Bulang- und der Wa-Nationalität schon fertig gestellt worden. Die Bauernhöfe in verschiedenem Stil, die exotischen Trachten, die volkstümlichen Musikstücke und Tänze, die interessanten Brauchtümer bei der Eheschließung und die vielfältigen Feste werden die Touristen zum Kennenlernen der Sitten und Gebräuche der verschiedenen Nationalitäten Yunnans führen.
Dianchi-See
Der Dianchi-See, auch Kunming-See genannt, befindet sich im Südwesten des Stadtgebiets. Dieser Süßwassersee liegt 1886,5 m über dem Meeresspiegel und sein Wasser ist im Durchschnitt 4,4 m tief. Der See erstreckt sich vom Süden nach Norden über eine Länge von 39 km und hat eine Gesamtfläche von 298 qkm.
Der Dianchi-See zählt zu den bedeutendsten Landschaftsgebieten Chinas. Auf dem See werden Schifffahrtslinien betrieben, mit denen man direkt zum Daguan-Park, Haigeng, den Nationalitätendörfern Yunnan sowie zum Waldpark Xishan gelangen kann.