Kashgar, eine alte Oasenstadt auf der Seidenstraße, liegt am Fuße des Pamirs in der Provinz Xinjiang und hat eine Geschichte von mehr als 20,000 Jahre. Sie ist die "glänzende Perle der Seidenstraße" und gilt als eine bekannte historische Kulturstadt. Sie zählt zu wichtigen chinesischen Handelsbaumwollbasen und verfügt über reiche Tourismusressourcen und bietet einzigartige, faszinierende Naturlandschaften. Mit seiner starken geschichtlichen und kulturellen Atmosphäre, prächtigen Sitten und Gebräuchen, eigenartigen natürlichen und humanistischen Landschaften gilt Kashgar als der typischste und repräsentativste Ort im ganzen Xinjiang-Gebiet. Die Stadt zieht zahlreiche in- und ausländische Touristen an. Man sagt oft:" Wer nicht in Kashgar ist, der kann nicht behaupten, dass er bereits Xinjiang besucht hat."
Touristische Höhepunkte
Id-Kah-Moschee Die Id-Kah-Moschee, ist eine der größten Moscheen Chinas und ausgesprochen beliebt bei den Muslimen Xinjiangs.
Die Moschee, die 1442 erbaut wurde, blickt auf eine 500-jährige Geschichte zurück. Der Gebäudekomplex ist in islamischem Stil und besitzt stark religiöse Züge, die sich in ihrem Torturm, dem Innenhof, der Lehrenvortragshalle der großen Gebetshalle äußern. Der Platz außerhalb der Moschee lässt es sich gemütlich bummeln, kleine Geschäfte machen und reisen. Zu wichtigen Anlässen wie dem Coban Fest jedoch, tummeln sich auf dem Platz enthusiastische Muslime, die Trommeln schlagen, das Suona Horn blasen und deren eigene Feste feiern. Üblicherweise treffen sich dann alle Muslime der Autonomen Uygurischen Xinjiang Region an diesem Ort. Sie kommen am Platz und vor der Moschee zusammen, um zu tanzen und bis in den nächsten Morgen zu feiern. Dieses beispiellose Spektakel schafft wirklich unvergessliche Erinnerungen und zieht jährlich zahlreiche Besucher an.
Die Abakh Khoja Grab Die Abakh Khoja Grab, fünf Kilometer nordöstlich von Kashgar gelegen, ist ein altes islamisches Gebäude unter Pappelbäumen. Die Grabkammer diente als Familiengrab von Abakh Khoja, dem mächtigen Herrscher Kashgars während des 17. Jahrhunderts, der als zweitwichtigster Prophet gleich nach Mohammed verehrt wird. Sie wurde zunächst 1640 errichtet und beherbergte 72 Mitglieder aus 5 Familiengenerationen. Von den 72 Mitgliedern der Kaiserfamilie ist das berühmteste doch die uygurische Konkubine Xiangfei des Qing Kaisers Qianlong. Das Grabmal ist deshalb auch als Xiangfei Grabkammer bekannt. Nach Xiangfeis Tod ließ der Kaiser in Liebesschmerz seine Konkubine durch die kaiserliche Karawane den gesamten Weg zurück in ihre Heimatstadt transportieren. Deswegen ist die Grabkammer heute bei den meisten Chinesen als Xiangfei Kammer bekannt.
Sonntagsmarkt(Basar) "Basar", so nennen die Uyguren ihren Markt. Der Basar in Kashgar ist wohl der älteste in ganz Xinjiang. Vor etwa 2000 Jahren verband die Seidenstraße die damalige Reichshauptstadt Chang´an und Rom. Kashgar war eine Oase inmitten der Taklamakan-Wüste. So entwickelte sich Kashgar zu einer Drehscheibe auf der Seidenstraße. Und so entstand dann hier auch der "Große Basar". Heute ist der Basar nicht nur ein Marktplatz der Einheimischen. Kaufleute aus ganz Zentralasien kommen auf den "Großen Basar" in Kashgar. Wandbehänge, Messer, Jade und exotische Instrumente sind sehr gefragt. Wer den Basar in Kashgar besucht, braucht viel Geduld. Denn der Markt ist riesig und die Warenvielfalt ist schier unerschöpflich.